Interview

Dana Schiefelbein
„Es ist immer von Vorteil sich mit anderen Forschern zu vernetzen“

Dana Schiefelbein war von September 2005 bis August 2008 Stipendiatin des GrK 1172. Nach ihrem Biochemie-Studium an der Universität Hannover kam die gebürtige Soltauerin nach Frankfurt, um sich dort der pharmakologischen Forschung zu widmen. Im Institut für Allgemeine Pharmakologie und Toxikologie promovierte sie mit einer Arbeit über Wundheilung in gesunden und diabetischen Mäusen in der Arbeitsgruppe von Professor Dr. Frank. Wenig später begann sie in Frankfurt bei der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, wo sie ein Trainee-Programm zur Betriebsassistentin absolviert.

Wie bist Du auf das GrK 1172 aufmerksam geworden? Was war Ausschlag gebend für Deine Bewerbung beim GrK 1172?

Ich habe mich damals direkt auf die Stelle bei Professor Dr. Frank beworben, da ich das Thema sehr interessant gefunden habe. Während des Vorstellungsgespräches habe ich erfahren, dass die Stelle in das damals neu aufgelegte GrK 1172 eingebunden ist. Im Endeffekt waren sowohl die reizvolle Thematik als auch das Promovieren in einem DFG-geförderten GrK ausschlaggebende Punkte für meine Stellenzusage. Ich denke, dass die Kombination aus interessanten Themen der einzelnen Arbeitsgruppen mit den angebotenen Kursen für die Stipendiaten ja gerade eine Stärke des GrK 1172 ist.

Mit welchen Erwartungen bist Du in das Programm gegangen?

Auf der einen Seite ist das Ziel natürlich die Promotion selbst, die man in seiner Arbeitsgruppe durchführt. Auf der anderen Seite wollte ich durch das GrK meinen Horizont dahingehend erweitern, dass ich durch verschiedene Kurse kennen lernen kann, welche Arbeitsbereiche auch nach der Promotion für mich reizvoll sind.

Haben sich Deine Erwartungen im Laufe der Doktorarbeit erfüllt?

Ja, voll und ganz. Ich habe meine Promotion nach 3 Jahren erfolgreich abgeschlossen und konnte zusätzlich durch das GrK 1172 Erfahrungen sammeln, die anschließend beim Einstieg in die Industrie wertvoll waren.

Hast Du die GrK-Veranstaltungen sowie die Interaktion mit den anderen Graduierten als anregend empfunden?

Als Mitglied des GrK hat man natürlich viel Kontakt mit den anderen GrK-Mitgliedern. Gerade bei der regelmäßigen Vorstellung der eigenen Ergebnisse war das Feedback der anderen sehr wertvoll.

Hat, Deiner Meinung nach, die wissenschaftlich Arbeit der Promotion von der Einbettung in das GrK profitiert?

Ich denke, dass es immer von Vorteil ist, sich mit anderen Forschern zu vernetzen.

Hatte Deine Teilnahme am Programm des GrK 1172 positiven Einfluss auf Deine weitere Karriereplanung oder auch die Zusage von Sanofi-Aventis?

Viele Stellen in der Industrie setzen heute Erfahrungen in den Bereichen GMP oder GLP voraus. Im Rahmen des GrK konnten wir entsprechende Kurse belegen. Ob die entsprechenden Zertifikate für die Stellenzusage gesorgt haben, kann ich nicht genau sagen, geschadet haben sie ganz sicher nicht.

Wodurch unterscheidet sich Deine jetzige Arbeit von der Forschung innerhalb des GrK 1172?

Die Forschung an der Universität lässt sich mit vielen Positionen in der Industrie kaum vergleichen. Ich persönlich arbeite nicht mehr in einem Labor, sondern habe einen Bürojob. Die Dinge, die man im Laufe von Studium und Promotion gelernt hat, kann man phasenweise einbringen, aber das allermeiste ist neu und muss von Grund auf gelernt werden.