Interview

Björn-Phillip Kloke
„Wir sprachen offen, kritisch und konstruktiv über die eigene Arbeit”

Björn-Philipp Kloke war von September 2005 bis August 2008 Stipendiat des GrK 1172. Ursprünglich aus Berlin stammend und in Brüssel aufgewachsen, kam er für sein Studium der Biochemie nach Frankfurt. Nach einem zusätzlichen Bachelor-Abschluss in Molecular Microbiology an der University of Aberdeen, fertigte er seine Diplomarbeit im Paul Ehrlich-Institut an und promovierte im Rahmen des GrK 1172 bei Prof. Dr. Klaus Cichutek und Prof. Dr. Schweizer zum Thema „Entwicklung eines vom Simianen Immundefizienzvirus SIVsmmPBj abgeleiteten lentivralen Vektors“. Nach erfolgreichem Abschluss seiner Promotion bekam er eine Stelle im Georg Speyer-Haus in der Forschungsgruppe von Prof. Dr. Winfried Wels angeboten und arbeitet nun an Tumorvaccinen.

Wie bist Du auf das GrK 1172 aufmerksam geworden?

Ich wurde persönlich angesprochen, ob ich Interesse hätte am Graduierten-Kolleg teilzunehmen. Mein Chef hatte mich im Laufe meiner Diplomarbeit bei Herrn Prof. Dr. Münk kennengelernt.

Was war Ausschlag gebend für Deine Bewerbung beim GrK 1172?
Letzten Endes war das Ausschlaggebende einen zusätzlichen Einblick in verschiedene Forschungsgebiete durch das Vorlesungsprogramm und die anderen Studenten zu bekommen, die geplanten Zusatzqualifikationen zu erhalten und die Möglichkeit nationale und internationale Kongresse zu besuchen. Hier war mir besonders der Kontakt zu den anderen Instituten wichtig, um so auch den Blick für Dinge außerhalb des eigenen Instituts zu bekommen.

Mit welchen Erwartungen bist Du in das Programm gegangen?
Meine Erwartungen an das Programm waren sehr hoch, da mit den Vorlesungen, Research Meetings und anderen Veranstaltungen von Anfang an viel Einsatz von einem selbst gefordert wurde.

Haben sich Deine Erwartungen im Laufe der Doktorarbeit erfüllt?

Meine Erwartungen haben sich vollständig erfüllt und ich bin froh an dem Programm teilgenommen zu haben.

Hast Du die GrK-Veranstaltungen sowie die Interaktion mit den anderen Graduierten als anregend empfunden?
Im Laufe der Jahre ist eine gute Gruppenzusammengehörigkeit entstanden in der man sich immer besser kannte und respektierte. Auf dieser Grundlage war es möglich offen, kritisch und konstruktiv über die eigene Arbeit zu reden. Dieser Austausch mit den anderen Studenten hat meiner Arbeit wesentlich geholfen und sie weitergebracht.

Hat Deiner Meinung nach die wissenschaftlich Arbeit im Rahmen der Promotion von der Einbettung in das GrK profitiert?
Definitiv, wie schon beschrieben, hat hier der Austausch mit den anderen Studenten viele Ideen produziert. Aber auch die Möglichkeit auf Kongresse zu fahren und seine Arbeit so mit international erfahrenen Leuten im Feld zu diskutieren und einzuordnen war sehr hilfreich.

Hatte Deine Teilnahme am Programm des GrK 1172 positiven Einfluss auf Deine weitere Karriereplanung oder auch die Job-Zusage?
Das müssen Sie meinen jetzigen Chef fragen! Da ich diesen aber über das Graduiertenkolleg kennengelernt habe, gehe ich davon aus!
Ich hoffe, dass das GrK 1172 noch bekannter wird und ich so in Zukunft auch von dem Ruf des Graduiertenkollegs profitieren kann.

Wodurch unterscheidet sich Deine jetzige Arbeit von der Forschung innerhalb des GrK 1172?
Ich habe mich dafür entschieden das Thema zu wechseln. Dies jedoch nur innerhalb des Rahmens der „Biologicals“. Ganz von den „Biologicals“ trennen wollte ich mich nicht.

Was möchtest Du Doktoranden oder Interessierten mit auf den Weg geben?
Nutzt die Vorteile, die Euch das GrK 1172 bringen und bringt Euch in die Gemeinschaft ein. Dann profitiert Ihr selbst und das GrK 1172!