Netzwerk

GRK1172-Mitglieder koordinieren eine Anzahl regionaler, nationaler und internationaler wissenschaftlicher Netzwerke, und/oder nehmen daran teil, um eine exzellente Wissenschaft und Lehre zu garantieren. Alle diese Initiativen widmen sich auch der Ausbildung von Doktorandengruppen, mit dem Ziel, eine starke und kompetente nächste Generation von Wissenschaftlern in der biomedizinischen und angewandten Forschung zu gründen.



Das GRK1172 hat bereits die Struktur einer frühen Arzneimittel-Pipeline etabliert. Jedes Entwicklungsstadium wird durch einige Projekte repräsentiert, die verschiedene Substanzklassen abdecken. Neue Angriffsziele für Arzneimittel in Krebs, kardiovaskulären Erkrankungen und Entzündungsgeschehen sind identifiziert und validiert in enger Zusammenarbeit innerhalb des Netzwerkes. Zur zielführenden Identifikation und Optimierung werden innovative Methoden wie kombinatorische Chemie und evolutionäre Methoden (SELEX, phage display, yeast two hybrid) benutzt. Zusätzlich zu den klassischen Biologika wie Wachstumsfaktoren und Antikörper sind hoch innovative Verbindungen wie RNA-Aptamere, siRNAs, Immuntoxine und die Stammzell-Gentherapie vertreten. Klassische Themen wie vorklinische Sicherheitsuntersuchungen und GMP-Produktion sind nicht Gegenstand der Doktorarbeit, werden aber durch Genehmigungsbehörden (PEI) und Pharmafirmen in Seminaren und Kursen mit Demonstrationen unterrichtet.

Einige in Frankfurt entwickelte Biologika wie die NK-Zelltherapie gegen Leukämie (Klingebiel), Stammzell-Gentherapie gegen angeborene Immundefizienz (Hoelzer/Ott/Grez), Gentherapie

gegen HIV-Infektion (von Laer), und Immuntoxine gegen Brustkrebs (Wels) befinden sich bereits in der Phase I der klinischen Untersuchung. Die Entwicklung dieser Kandidaten hat zu exzellenten Kooperationsnetzwerken zwischen Industrie, Genehmigungsbehörden und der akademischen Forschung geführt. Dadurch entstand auch auf der akademischen Seite eine beachtenswerte Expertise zur präklinischen und klinischen Arzneimittelentwicklung, die zukünftigen Wirkstoffkandidaten den Weg zur klinischen Untersuchung ebnet.

Weitere bedeutende Netzwerke sind der SFB RNA-Ligand-Wechselwirkungen und das BMBF-finanzierte Deutsche Stammzelltherapie Netzwerk TreatID, das von Frankfurt aus koordiniert wird.

Die Studenten, die im Rahmen des GRK1172 ihren Doktortitel erwerben, werden hochqualifiziert sein, um auf dem innovativen und sich entwickelnden Gebiet der Biologika sowohl im akademischen als auch im industriellen Umfeld zu arbeiten.